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Interview mit Alexandra Grausam aus der Serie "Fragen zur Kunst"

Alexandra Grausam ist Kuratorin, Kulturmanagerin und Restauratorin für zeitgenössische Kunst. Als Mitbegründerin und Leiterin des Kunstvereins das weisse haus setzte sie sich von Anfang an das Ziel, aufstrebenden Künstler*innen ein lebendige Plattform in Österreich zu bieten und das ist ihr bestens gelungen.


Alexandra Grausam © Marlene Rahmann


Alexandra Grausam studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien sowie Konservierung/Restaurierung an der Technischen Universität München und der Akademie der bildenden Künste in Wien. 2006 gründete sie das Atelier Siebenstern für Konservierung und Restaurierung von Gemälden und zeitgenössischer Kunst. Im Jahr 2007 war sie Mitbegründerin des Kunstvereins das weisse haus. 2013 wurde der Verein um das studio das weisse haus, einem Atelier- und Residenceprogramm für Künstler*innen, Theoretiker*innen, Kritiker*innen und Kurator*innen, erweitert. Gleichzeitig baute Alexandra Grausam ein internationales Residencyprojekt - die Netzwerkplattform AWAY - auf. Sie sitzt außerdem in verschiedenen Jurys und Beiräten und ist seit 2017 Mitglied des Aufsichtsrates der Kunsthalle Wien.


Liebe Frau Grausam,



woher kommt Ihre Liebe zur Kunst und wann kam der Entschluss, in diesem Bereich auch beruflich tätig sein zu wollen?

In meiner Jugend kam eine Frau in mein Leben, mit ihr bin ich in Ausstellungen gegangen, sie hat mich zum ersten Mal auf eine Biennale mitgenommen und hat ihre Faszination für Kunst mit mir geteilt. Sie hat nachhaltig mein Leben so wunderbar beeinflusst. Die Intensivierung der Freude an zeitgenössischer Kunst entwickelte sich dann durch meine Arbeit als Restauratorin für zeitgenössische Kunst wie auch als Leiterin des weissen hauses und der direkten Zusammenarbeit mit lebenden Künstler*innen wie auch den dazugehörigen Studios und Estates.

Umgeben Sie sich auch in Ihren privaten Räumen mit Kunst? Wie würden Sie Ihren Einrichtungsstil allgemein beschreiben?

Zu Beginn habe ich in meiner neuen Wohnung keine Kunst aufgehängt - um eine Weile das Leben mit weißen und farbigen Wänden zu testen. Mittlerweile gibt es kaum mehr eine Wand ohne Kunst. Mein Stil ist ein Mix aus alt und neu, geerbt und gekauft, aber auch gefunden oder ersteigert.

Gibt es ein Kunstwerk oder Designobjekt, das Sie gerne in Ihrer Wohnung aufstellen bzw. aufhängen würden? Wo wäre dafür der beste Ort?

Kunstwerke gibt es unendliche, mit denen ich gerne leben würde - als Designobjekte habe ich mir immer schon ein paar Design-Klassiker wie den Lounge Chair von Charles and Ray Eames oder die Stehleuchte von Achille Castiglioni schön zuhause vorstellen können.

Welche Ausstellung, welches Projekt steht als nächstes bei Ihnen am Programm?

Da gibt es einiges zu erzählen: Wir haben rund ein Jahr an einem weiteren Programmstrang für das weisse haus gearbeitet - bald ist es nun so weit - dwhX.space wird im November online gehen. Für uns war es ein sehr spannender und lehrreicher Prozess und wir sind nun auf die Reaktionen gespannt. Weiters eröffnen wir im gleichen Monat eine neue Gruppenausstellung mit dem Titel "connections unplugged, bodies rewired", die erste von Frederike Sperling im weissen haus kuratierte Ausstellung. Frederike übernimmt zum ersten Mal die Position einer Programmleiterin im Kunstverein. Und für meine Tätigkeit als Restauratorin für Gemälde und zeitgenössische Kunst habe ich wunderschöne, neue Räumlichkeiten in einem Atelierhaus bezogen. Dies erlaubt nun auch in diesem Bereich viele neue Möglichkeiten.


Vielen Dank für das Interview!


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