TELLER "CONCHYLIORUM"

 

Entwurf: Piero Fornasetti (Mailand 1913-1988 Mailand), 1950er Jahre

Ausführung: Atelier Fornasetti, Mailand, 1950er/1960er Jahre Jahre

PIERO FORNASETTI Teller "Conchyliorum", 1950er

Artikelnummer: 200
€ 270,00Preis
inkl. USt |
  • Keramik, glasiert, schwarz bedruckt, vergoldet
    im Spruchband bezeichnet "PECTEN VARIEGATUS"
    auf der Unterseite gestempelte Fornasetti-Marke, Motiv einer Muschel mit der Bezeichnung "CONCHYLIORUM", in Gold aufgemalte Initiale "H" (ausführender Keramiker); unterglasurgrüne Marke der deutschen Porzellanmanufaktur Arzberg
    Druck leicht berieben
    Dm. 24,4 cm

    Fornasetti entwarf für seine Tellerserie "Conchyliorum" insgesamt sechs verschiedene Muscheldekore. Wie für viele seiner Teller verwendete er auch hier deutsches Porzellan, das er als Rohware ankaufte und in seinem Atelier kunstvoll dekorierte.



    Literatur: Barnaba Fornasetti (Hg.), Fornasetti. The Complete Universe, New York 2010, Nr. 141, S. 609

  • Piero Fornasetti begann 1930 an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand das Studium der Malerei, das er jedoch nicht abschloss. Der Künstler war als Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Designer und Innenraumgestalter tätig. Berühmtheit erlangte er vor allem durch seine extravaganten und exquisiten Wohnaccessoires und Möbel, die er seit Mitte der 1940er Jahre in seiner eigenen Manufaktur in Mailand herstellte. Er entwarf und produzierte Möbel, Tischleuchten, Wohn- und Tafelaccessoires aus Metall, Keramik und Glas, Seidenschals, uvm. Alle seine eigenhändig von ihm entworfenen Erzeugnisse hatten den Anspruch, Kunst und Kunsthandwerk miteinander zu verbinden. Die von der Kunst der Antike bis in die Barockzeit inspirierten Objekte bestechen durch ihren Surrealismus und Witz. Ein Motiv, das immer wieder bei seinen Kreationen auftaucht, ist das Gesicht der italienischen Opernsängerin Lina Cavalieri (1874-1944), deren Schönheit und geheimnisvolle Mimit den Künstler faszinierten. Nach dem Tod Piero Fornasettis übernahm sein Sohn Barnaba das Unternehmen, wo auch heute noch nach den originalen Entwürfen und nach eigenen Entwürfen Barnabas produziert wird.

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